"Wer hat an der Uhr gedreht, ist es wirklich schon so spät?!"

Sie sind hier: Adeba.de > Adeba Magazin > "Wer hat an der Uhr gedreht, ...
 

  Weiterempfehlen Weiterempfehlen
Kategorie: Adeba Magazin
Dieser Artikel wurde eingestellt von: jb
Erstellung am: 04. January 2010 07:00 - 7347 Hits

weckerDie Zeilen kommen Dir sicher bekannt vor, „Wer hat an der Uhr gedreht, ist es wirklich schon so spät ?!“. Und noch viel vertrauter ist Dir das Gefühl, wenn irgendwie viel zu wenig Zeit für all die wichtigen Dinge ist und Du scheinbar in Stress und Hektik gefangen bist. Das geht schon morgens los. Dein Kind aus den Federn zu holen und dann für den Kindergarten fertig zu machen – jedes Mal ein Kampf.

Foto: Günter Havlena / pixelio.de  

Dein Kind bummelt und hat so überhaupt keine Lust und dann ist auch noch das Lieblingskleid in der Wäsche und ohne das Kleid geht einfach gar nichts. Tränen und Geschrei. Der Tag scheint gelaufen, denn schon morgens gerät Deine Planung total aus dem Takt. Pünktlich im Kindergarten und dann im Büro – auch heute wieder ein fast aussichtsloses Unterfangen.
Aber, im neuen Jahr soll das anders werden. Mehr Ruhe, mehr Zeit für die Familie und einfach weniger Chaos und Stress.  Das Vorhaben klingt gut, scheint mit Kindern im Haus aber irgendwie utopisch. Schließlich sind Kinder der beste Garant für „Erstens kommt es anders, zweitens als Du planst“. Trotzdem, hier und da einwenig Zeitmanagement betrieben und ins Familien-Zeit-Chaos kommt doch Ordnung und zumindest einkleinwenig Ruhe rein. Adeba.de gibt Dir die Tipps.

Wichtig ist, dass Du nicht an den Symptomen versuchst herumzudoktern, sondern gleich an die Wurzeln gehst. Also, sinnvolle und durchdachte und vor allem machbare Strukturen einführen. Dann haben Ruhe und Zeit auch dauerhaft eine Chance in Deiner Familie.

Planung ist alles

Du liebst Freiheit und Spontaneität. Doch mit und für Kinder ist ein geregelter Tagesplan wichtig. Deshalb schon heute auch an morgen denken und langfristiger Planen. Das nimmt auf Dauer auch das Tempo und den Zeitdruck aus vielem heraus.

Es muss nicht perfekt sein

Du möchtest alles bestmöglich machen, eine perfekte Mutter, eine perfekte Ehefrau und eine perfekte Hausfrau. Ja, klingt gut, aber ist eine Illusion und vor allem, allein der Anspruch und der damit verbundene Druck macht Dich  - früher oder später -  fertig. Jeder hat einfach mal nur 24 Stunden am Tag Zeit und wir alle sind Menschen und keine Maschinen. Was Du in den Tag hineinpackst – ist Deine Entscheidung. Und vorsichtig bei den so „beliebten“ Vergleichen – die anderen ... die anderen Leben ihr Leben, Du lebst Deines. Und vielleicht bist Du nicht die beste Bastlerin, dafür kannst Du Dein Kind mit den tollsten Geschichten begeistern. Oder hier und da liegt dann doch ein Staubkorn rum und der Abwasch steht über Nacht ungemacht in der Küche  – na und, dafür hattest Du einen schönen Nachmittag mit Deiner Freundin und konntest abends mit Deinem kleinen Schatz noch einwenig länger Kuscheln. Überleg Dir was Dir wichtig ist und was Dir und Deiner Familie gut tut. Lass Dich nicht Fremdbestimmen, das endet nur in unnötigem Druck und Stress.

Routine hilft

Für Kinder ist ein geregelter Tagesablauf wichtig. Feste Abläufe und feste Zeiten geben Deinem Kind nicht nur Halt und Sicherheit, sondern sie beugen auch Diskussion und Gequengel vor. Verlässliche Strukturen sind Orientierung und helfen auch den Ablauf in einer Familie zu organisieren. Da weiß dann einfach jeder, was dran ist. Also, am besten und wenn möglich, z.B. feste Aufsteh- und Zubettgehzeiten, feste Essenszeiten etc. 

Auf das Wichtige konzentrieren lernen

Die stressige Weihnachtszeit hast Du gerade so gemeistert, aber auch da hattest Du einmal mehr das Gefühl, es wächst Dir alles über den Kopf und die Liste der zu erledigenden Dinge nimmt einfach kein Ende. Oft und gern kommt ja „Alles auf einmal“  und Termine überschlagen sich. Da wird es schwierig, sich auf eine Sache bzw. das Wichtige zu konzentrieren. Im Kopf bist Du einfach schon 5 Schritte weiter, während Du versuchst ein Problem zu lösen, gehst Du im Kopf schon die nächsten 3 anderen Probleme durch. Nur ist damit niemandem geholfen. Dein Kind spürt, ob Du ihm Deine volle Aufmerksamkeit schenkst oder ob es nur so nebenher läuft. Das macht weder Dein Kind noch Dich glücklich. Deshalb versuche Dich auf das zu konzentrieren, was Du gerade machst  bzw. was ansteht. Übe Dich in Gelassenheit und auch in Nachsicht mit Dir selber – vieles kann auch bis morgen warten. Schreibe Dir einen Zettel, so behältst Du den Überblick. Sei realistisch in der Planung - ist das zeitlich wirklich machbar?! Und bitte um Hilfe, wenn Du sie brauchst.

Nimm es mit Humor

Eine Prise Humor macht das Leben leichter. Deshalb lerne neu auch über Dich, Deine kleinen Fehler  und die Missgeschicke Deines Kindes zu lachen. Und auch wenn Dein Nachwuchs die Schuhe falsch anzieht oder der Pullover schon nach 5 Minuten den ersten Fleck hat – davon geht die Welt nicht unter. Einmal darüber gelacht ist viel angenehmer und schöner, als zum x- ten Mal geschimpft und sich geärgert.

Ordnung

Eigentlich wissen wir das ja – Ordnung ist das halbe Leben. Und wenn wir die Dinge, wie z.B. Schlüssel, immer an denselben Platz legen – dann müssen wir auch nicht suchen. Ja, wissen tust Du das auch. Und auch im Kinderzimmer ist Ordnung wichtig. Dabei kannst Du Deinem Kind helfen. Anfangs kannst Du mit aufräumen und Dein Kind so unterstützen. Später kannst Du Deinem Kind nach und nach Anweisungen geben, z.B. „Sammele alle Bundstifte ein!“, „Jetzt sammelst Du die Bausteine ein und packst sie weg.“ Wenn Du Bilder auf die Schränke bzw. Spielzeugkisten klebst, dann weiß Dein Kind, wo etwas hinkommt. Auch das spart Zeit. Praktisch und hilfreich ist auch ein abendliches Aufräumritual. So gewöhnt sich Dein Kind daran, dass es jeden Tag aufräumt und das große Chaos hat eigentlich keine Chance.

Familienkalender

In vielen Familien hängt er am Kühlschrank oder auch im Flur – der Familienkalender. Auf einen Blick sehen alle Familienmitglieder, was so ansteht und wer wo wann ist bzw. sein muss.

  • Wichtig ist, dass jedes Familienmitglied seine eigene Spalte hat.
  • Und den Stift immer griffbereit haben – am besten mit einer Schnur am Kalender befestigen.
  • Wichtige Termine wie Geburtstage oder Arzttermine besonders kennzeichnen, z.B. mit rot andere weniger wichtige Dinge mit Bleistift schreiben – so lässt sich schnell auch mal was wegradieren bzw. das Wichtige fällt gleich ins Auge.
  • Schulkinder können ihre Termine auch selber eintragen. Das gibt ihnen ein Gefühl von Selbstständigkeit und Verantwortung.
  • Der perfekte Platz für den Familienplaner ist dort – wo alle auch hin- und rankommen. Also, Kühlschrank oder der Flur.

Weiterführender Link:
  Bücher zum Thema


3 Bewertung(en)

 Bewertungen sind nur für Registrierte User erlaubt
Hier Anmelden
 

Nächster Artikel:

Die Weihnachtsgeschichte

Vorheriger Artikel:

Urlaub in der Schwangerschaft

Zufälliger Artikel:

Kampf dem Babyspeck


story_comment.gif Ihre Meinung zum Thema

Alle hier veröffentlichten Kommentare stehen uneingeschränkt im alleinigen Verantwortungsbereich des jeweiligen Autors.
0 Kommentar(e)

Keine Kommentare vorhanden

Kommentare sind nur für Registrierte Mitglieder erlaubt
» LogIn oder » Anmelden