Angst vor der Geburt

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Kategorie: Schwangerschaft
Dieser Artikel wurde eingestellt von: jb
Erstellung am: 12. January 2010 07:00 - 12414 Hits

babystauntbwIm Sitzen, im Liegen und auch in der Hocke. Im Bett oder in der Badewanne. Im Krankenhaus oder auf dem heimischen Sofa. Du hast in der Regel die freie Wahl, wo und wie Du Dein Kind bekommst. Fest steht nur eines – das Kind muss raus und es wird den Moment der Geburt geben. 

Foto: Jamie / pixelio.de

Doch der ist noch mit vielen Unbekannten verbunden. Unzählige Fragen sind offen. Du hast Angst und allein beim Gedanken an die Geburt wird Dir ganz anders.
Besonders vor der Geburt des ersten Kindes ist das auch total normal. Du weißt nicht , was Dich genau erwartet, wann die Wehen beginnen, wie stark sie sein werden und wie Du damit umgehen wirst. Doch dieser Angst lässt sich begegnen und adeba.de gibt Dir einige Tipps, wie Du der Geburt einwenig entspannter entgegenblicken kannst. 

Sprich drüber

Wie bei anderen Ängsten auch ist der erste Schritt, sich und anderen diese Angst offen einzugestehen. Also, sprich mit Deinem Frauenarzt oder Deiner Hebamme ganz konkret über Deine Gedanken, Bedenken und Ängste. So nimmst Du dem Ganzen auch den ersten und wohl  größten Schrecken.

Informiere Dich

Informiere Dich über alles rund um das Thema Geburt. Es gibt eine Vielzahl von Büchern bzw. auch Filmen. Aber auch Dein Frauenarzt, Deine Hebamme oder Freundinnen sind die richtigen Ansprechpartner, wo Du Deine Fragen loswerden kannst. 

Hebamme 

Suche Dir frühzeitig eine Hebamme. Sie ist mit der wichtigste Ansprechpartner in der Schwangerschaft für Dich und sollte eine Person sein, bei der Du Dich wohl und gut aufgehoben fühlst. Bei der Hebamme bekommst Du Informationen, Ratschläge und Antworten auf alle Fragen, die Dich beschäftigen.

Such Dir Deinen Wohlfühl -Platz zum Entbinden 

Kläre frühzeitig, wo Du entbinden möchtest , also im Krankenhaus, einem Geburtshaus oder gar zu Hause. Krankenhäuser bieten regelmäßig die Möglichkeit, den Kreissaal anzuschauen und auch in Geburtshäusern kannst Du Dich auf Nachfrage umschauen. 

Leg Dir am besten vorher einen Zettel zurecht, auf dem Du alle Fragen notierst, die Du dann vor Ort stellen möchtest. Gleichzeitig kannst Du für Dich klären, wie Du voraussichtlich entbinden möchtest. Auch da gibt es verschiedene Möglichkeiten. 

Mit jeder beantworteten Frage wird Deine Angst ein Stück kleiner. Denn damit löst sich ein großer Teil der beängstigenden Ungewissheit nach und nach auf. 

Geburtsvorbereitungskurs

Nimm an einem Geburtsvorbereitungskurs teil. Dort lernst Du z.B. Dich bewusst zu entspannen und richtig zu atmen. Darüber hinaus kommst Du mit anderen Schwangeren in Kontakt und kannst Dich auch über Deine Ängste austauschen.

Schmerzen

Mit die größte Angst ist die vor den Schmerzen bei der Geburt. Eigentlich kommen während der Geburt erstmal keinerlei Schmerzmittel zum Einsatz. Sind die Schmerzen unerträglich bzw. die Geburt geht nicht mehr voran, dann ist es gut zu wissen, dass es Linderung gibt und dann kommen auch Schmerzmittel zum Einsatz. Setze Dich da nicht unter Druck, nach dem Motto „Eine richtige Frau bekommt ihr Kind ganz ohne Hilfe und Schmerzmittel.“, das ist Quatsch. Nimm Hilfe und die Möglichkeit der Schmerzlinderung an, wenn es in dem Moment wirklich das Beste ist. 

Kontrollverlust

Für viele Schwangere ist die Vorstellung, in einer fremden Umgebung vor fremden Menschen die Kontrolle über sich und seine Gefühle zu verlieren, ein Graus. Versuche Dich an den Gedanken zu gewönnen und den wahrscheinlich eintretenden Verlust  der emotionalen Kontrolle anzunehmen. Eine Geburt ist ein einschneidendes und auch sehr emotionales Ereignis. Viele Frauen verschafft es eine Erleichterung, wenn sie unter Wehen Schreien und Weinen oder auch Stöhnen. 

Frauen sorgen sich aber auch über den möglichen Kontrollverlust über den Körper während der Geburt. So wirst Du ganz sicher keine Kontrolle über den Ausfluss des Fruchtwassers haben. Während der besonders starken Wehen kann es passieren, dass Du den Stuhlgang nicht kontrollieren kannst bzw. Dich übergeben muss. Ja, keine angenehme Sache – aber Hebamme, Schwestern und Arzt haben all das bereits etliche Male miterlebt und kennen das.
Und als Entschädigung und Belohnung winkt ja am Ende Dein Baby. Sobald Du es im Arm hältst, wird alles vergessen sein. 

Tu Dir was Gutes

Besonders die letzten Wochen und Tage vor der Geburt ist es wichtig, dass Du Dich entspannst und zur Ruhe kommst. Für die einen bringt ein ausgedehnter Spaziergang ausreichend Entspannung, andere finden die eher bei der Meditation oder im Autogenen Training. Probiere aus, was Dir am besten gefällt und gut tut. 

Weiterführender Link:
  Bücher zum Thema


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