"Pssst ... das ist geheim!"

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Kategorie: Kinder, Kindergarten und Schule
Dieser Artikel wurde eingestellt von: jb
Erstellung am: 14. January 2010 07:00 - 12629 Hits

maedchenhintermzaunAlso vor Weihnachten oder dem Geburtstag da gehören sie einfach dazu. Die Geheimnisse. Es wird getuschelt, geflüstert und mit ernstem Gesicht vielleicht noch gesagt „Das ist geheim!“. Ja, Geheimnisse haben wir alle mal. Und auch Dein Nachwuchs macht da keine Ausnahme. 

Foto: Aminata / pixelio.de

Besonders im Alter von drei bis fünf Jahren entdecken Kinder den Reiz von Geheimnissen. Das Versteck unterm Bett, wo die Schokolade aufbewahrt wird oder ein Phantasiespiel, dass Dein Kind allein mit sich spielt. In der Zeit entwickeln Kinder mehr und mehr ihre eigene Identität, entdecken auch erstmals ihre eigene kleine Privatsphäre und grenzen sich so langsam von der Erwachsenenwelt ab. 

Auf folgende Dinge solltest Du dabei achten:

Geheimnisse sind wichtig 

Die Welt von Kindern ist voller Geheimnisse. Angefangen von versteckten Schätzen, streng geheimen Zeichen bis hinzu Phantasiepersonen. Gleichzeitig lernen Kinder mit dem Geheimnis, dass „Geheimnisse nicht verraten werden“. Je älter Kinder dann werden, desto mehr verbinden diese „Geheimnisse“ und vertiefen bestehende Freundschaften und Beziehungen. 

Geheimnisse sind gut für die Entwicklung 

Geheimnisse regen auch die Phantasie an. Geschichten von Elfen und Kobolden, die im Garten ihr Unwesen treiben fördern die Vorstellungskraft des Kindes an. Erzähle Du Deinem Kind solche Geschichte bzw. lies vor und  ermuntere Dein Kind auch selbst zu erzählen – so wird auch das Sprachgefühl und die Sprachentwickeln gefördert. 

Freiräume schaffen und respektieren

Jedes Kind sollte nur soviel erzählen und preisgeben, wie es selbst will. Eine zu strenge Kontrolle durch Eltern schränkt Kinder ein. Ständiges Nachfragen und Nachbohren bewirkt oftmals genau das Gelegenheit, Dein Kind verschliesst sich mehr und mehr und erzählt bald gar nichts mehr. Ganz wichtig ist auch, dass Du nicht in den Sachen Deines Kindes rumschnüffelst – ganz klar Tagebücher sind tabu, gleiches gilt aber auch für die Mappe bzw. Briefe o.ä..

Geheimecken einräumen

Jedes Kind freut sich über etwas, was nur ihm gehört bzw. für das Kind bestimmt ist. Also eine eigene Schublade, ein eigenes Schatzkästchen oder ein Tagebuch oder im Garten das eigene Baumhaus Diese Privatsphäre sollte respektiert und unangetastet bleiben. Gleiches gilt auch für das eigene Zimmer des Kindes.

Bauchwehgeheimnisse

Wenn Dein Kind allerdings bedrückt wirkt, schlecht oder gar nicht schläft und ständig über Bauchweh klagt – dann musst Du der Sache nachgehen. Biete Deinem Kind Hilfe an und versuche ins Gespräch mit dem Kind zu kommen. Du kennst Dein Kind am besten und weißt, wie Du Sorgen und Nöte aus Deinem Kind herausbekommst. Wichtig ist auch, dass Dein Kind immer das Gefühl hat, dass es mit Dir über alles reden kann. Offenheit und das damit verbundene Vertrauen Deines Kindes sind sehr wertvoll und wichtig. Deshalb versuche das zu fördern, z.B. in dem Du Dir auch Zeit für Dein Kind nimmst und ihm zuhörst. Bemühe Dich auch darum, das Vertrauen Deines Kindes und damit Dein Kind selbst ernst zu nehmen, das heißt nimm die Gefühle und Sorgen Deines Kindes ernst. Auf keinen Fall solltest Du Dich lächerlich darüber machen bzw. mit einer Floskel die ganze Sache abtun oder bei Missgeschicken über streng reagieren. 

„Schlechte Geheimnisse“ 

In dem Zusammenhang kannst Du bereits kleinen Kindern vermitteln, dass es 2 Arten von Geheimnissen gibt, die schönen und die schlimmen Geheimnisse. „Schöne“ Geheimnisse sind etwas besonderes und die dürfen für sich behalten werden, z.B. das gebastelte Geschenk für die Mama oder ein Geheimversteck im Garten. „Schlimme“ Geheimnisse hingegen darf man nicht für sich behalten, sondern über die muss man reden, sonst wird alles viel schlimmer. Schlimme Geheimnisse sind z.B. das Missachten von Verboten, das Kaputtmachen von Sachen oder Ärger und Sorgen in der Schule. 
Oftmals erkennst Du solche „schlimmen Geheimnisse“, weil sie bei Deinem Kind „Bauchweh“ bzw. andere Alarmzeichen auslösen. Nun musst Du reagieren, aber mit viel Liebe und Geduld. Vermittle Deinem Kind, dass Du nicht aus Neugier oder Macht in ihr Leben eindringen möchtest, sondern weil Du es liebhast und ihm helfen möchtest. 

Weiterführender Link:
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