Au Backe Zahnarzt - Augen zu, Mund auf und durch

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Kategorie: Gesundheit
Dieser Artikel wurde eingestellt von: jb
Erstellung am: 18. February 2010 07:00 - 7999 Hits

zahnarztSchon allein der Geruch im Wartezimmer ist Dir zuwider und wenn dann noch der fiese Bohrer im Hintergrund surrt - dann ist es aus und vorbei. Die Angst vorm Zahnarzt, die ist auch vielen Erwachsenen nicht fremd. Wer geht schon freiwillig gern zum Zahnarzt? Doch, wo wir uns  noch mit Vernunft und Einsicht zusammenreißen und überwinden, da ist bei Kinder nur schwer was zu wollen.

Foto: Frank Rosskoss / pixelio.de

Trotzdem, auch für Dein Kind ist der Zahnarztbesuch ein Muss. Denn eines steht  fest, wer nicht zu Kontrollterminen geht und notwendige Behandlungen so endlos vor sich herschiebt - dem drohen über kurz oder lang umfangreiche Behandlungen. Deshalb, hier einige Tipps, für einen Zahnarztbesuch ohne Angst.

Wann zum Zahnarzt?

Je eher desto besser. Du kannst bereits im ersten Lebensjahr schon mal beim Zahnarzt vorbei schauen. Du bekommst beim Zahnarzt auch Tipps für die Pflege der Milchzähne  und die richtige Ernährung.

Schnupperbesuch

Wichtig ist, dass Du auch beim Zahnarzt einen Arzt Deines Vertrauens wählst. Einen Arzt bei dem Du Dich gut aufgehoben fühlst und auch Dein Kind in guten Händen weißt. Zunehmend gibt es spezielle Zahnärzte für Kinder. Sie sind besonders auf kleine Patienten eingestellt, Praxisräume sind bunt und kindgerecht und auch die Instrumente sind kleiner und somit für den Kindermund geeignet. Du kannst z.B. einen Besuch in der Zahnarztpraxis als Vorbereitung wählen. Das heißt, Du meldest Dich und Dein Kind zu einem "Anguck-Besuch" an. Ein netter Zahnarzt wird sich die Zeit nehmen bzw. seine Praxishelferin bitten, Euch die Praxis zu zeigen und dies und das dem Kind zu erklären.

Zahnarztbesuch

Mach im Vorfeld kein großes Aufsehen um den Zahnarztbesuch und  gestalte den Tag am besten normal und ohne zusätzliche Belastungen. Die Zeit im Warteraum kannst Du mit dem Vorlesen aus dem Lieblingsbuch oder einer Hörspielkassette verkürzen. Kein Problem, wenn Dein Kind sein Kuscheltier mitnehmen möchte und der Arzt bzw. das Kind selber erstmal eine „Untersuchung“ am besten Freund vornimmt. Du darfst natürlich mit in das Behandlungszimmer. Halte Dich aber soweit möglich im Hintergrund und überlasse dem Zahnarzt und dem Team die Führung.

Tipp

Weint Dein Kind bzw. weigert es sich, den Mund zu öffnen, dann bleib ruhig. Lässt sich das Kind nicht überreden, dann lass Dir einen neuen Termin geben und versuch es dann noch einmal.

Angst? Vorher Bescheid sagen!

Hat Dein Kind Angst – dann sag schon bei der Anmeldung Bescheid. So kann sich auch der Arzt vorab auf einen kleinen ängstlichen Patienten einstelle und dementsprechend vorgehen, dass heißt z.B. mehr Zeit einplanen.

Nicht drohen!

Auf keinen Fall solltest Du mit dem Gang zum Zahnarzt drohen. Also verzichte auf "Wenn Du Deine Zähne nicht putzt, dann wird der Zahnarzt den Bohrer nehmen und das tut richtig weh!" oder "Wenn Du weiter soviel Süßes ist, dann werden Deine Zähne richtig schlecht und dann schimpft der Zahnarzt mit Dir!". Mit solchen Sprüchen erreichst Du nämlich genau das Gegenteil, Dein Kind bekommt Angst vor dem Zahnarzt und wird Dir weder von Zahnschmerzen erzählen, noch "friedlich" mit zum Zahnarzt kommen. Achte deshalb auch auf Deine Formulierungen - der Rat "Zuviel Süßigkeiten und kein Zähneputzen, macht die Zähne krank!" ist richtig und wichtig und auch angebracht.

Sei Vorbild

Geh Du mit gutem Beispiel voran, das heißt macht aus dem Gang zum Zahnarzt zum Beispiel einen Familienausflug. Wenn Du regelmäßig zum Zahnarzt gehst und "keine Angst" zeigst, dann nimmt das auch Deinem Nachwuchs ein Großteil seines Unbehagens. Dann verzichte darauf "Schauergeschichten" zu erzählen, vielmehr versuche Deinem Kind zu vermitteln, dass der Zahnarztbesuch wichtig ist. Und wenn etwas mit den Zähnen nicht in Ordnung ist, dann muss es in Ordnung gebracht werden, und je eher, desto weniger tut es auch weh.

Zahnpflege ist der beste Schutz

Prophylaxe, das heißt eine gute Zahnpflege, ist der beste Schutz vor Zahnschmerzen und schmerzhaften Zahnarztbehandlungen. Denn saubere Zähne sind seltener krank. Deshalb, die tägliche Zahnpflege sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Und nicht nur morgens und abends, sondern auch zwischendurch nach dem Naschen zum Beispiel, sollten Kinder wie selbstverständlich zur Zahnbürste greifen.
Auch was die Zahnpflege angeht - sei Vorbild. Neben der Zahnpflege daheim, gehören regelmäßige Kontrollterminen und eventuell eine professionelle Zahnreinigung zur Zahnpflege dazu.

Belohnung

Und ein mutiges Kind -darf ruhig nach einem überstandenen Zahnarztbesuch auch gern mal belohnt werden.

Tipp

Übrigens, immer mehr Krankenkassen unterstützen auch die regelmäßige Zahnvorsorge - frag einfach mal nach. So gibt es z.B. im Rahmen von Bonusprogrammen einen reizvollen Zuschuss für eine professionelle Zahnreinigung oder ähnliches.

Weiterführender Link:
  Kinderzahnbürsten und Co.


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