Kaiserschnitt - Geburtsschmerzen keine Chance?!

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Kategorie: Geburt
Dieser Artikel wurde eingestellt von: jb
Erstellung am: 25. March 2010 07:00 - 13749 Hits

geburtEs ist das,was Dich von Deinem Kind noch trennt. Die Geburt. Hättest Du die Wahl – klar, dann sollte die Geburt ohne Stress, ohne Schmerzen und ohne endlose Wehen ablaufen. Die Möglichkeit gibt es und so entscheiden sich viele Frauen für einen Kaiserschnitt.

 

Foto: Wilfred Bugmann / pixelio.de

War der Kaiserschnitt lange Zeit nur für den Notfall vorgesehen, kommen in Deutschland mittlerweile fast 30 Prozent aller Babys per Kaiserschnitt auf die Welt. Darunter verstärkt der sogenannte „Wunsch-Kaiserschnitt“.

Frauen wählen den Kaiserschnitt oft aus Angst vor Schmerzen oder wegen eines geplanten Geburtstermins. Doch es sind nicht nur die Frauen, so tragen wohl auch Ärzte einen Anteil an der gestiegenen Zahl von Kaiserschnitt Geburten. Immer öfter wird Frauen zum Kaiserschnitt geraten, wohl auch aus Gründen der besseren Planbarkeit und einer höheren Vergütung.
Weitere Gründe sind sicherlich auch, dass Frauen immer später Kinder bekommen. Und es auch deshalb vermehrt zu Risikoschwangerschaften kommt, die einen Kaiserschnitt bedingen. Nicht zu vergessen, dass im Laufe der Jahre ein Kaiserschnitt zu einem mehr oder weniger Routineeingriff geworden ist und das Risiko nicht mehr so hoch ist.

Trotzdem mit dem Kaiserschnitt sind weiterhin auch Risiken verbunden.

Risikien für das Kind

  • In der Regel wird ein geplanter Kaiserschnitt zehn bis 14 Tage vor dem errechneten Geburtstermin durchgeführt. Damit lange bevor die Wehen einsetzen.
    Kritikpunkt: In den letzten drei Wochen vor der Geburt steigt beim Säugling das Hormon Cortisol stark an. Das Hormon hat im Grunde zwei wichtige Aufgaben. Einmal reift die Lunge des Fötus und dann wird der Mutter signalisiert, dass der Fötus für die Geburt bereit ist. Cortisol wandert in den Mutterkuchen und löst dort eine Hormonkaskade aus, und die Wehen beginnen.
    Dieser natürliche Prozess wird beim Wunsch-Kaiserschnitt gestört.
  • Beim Kaiserschnitt wird das Kind nicht durch den engen Geburtskanal gepresst. Dadurch bedingt bleibt Fruchtwasser in der Lunge, das dann unter Umständen vom Arzt abgesaut werden muss.
  • Kaiserschnittbabys leiden häufiger an Anpassungsstörungen, das heißt, sie atmen unregelmäßiger und schwächer, als Kinder, die durch die natürliche Geburt zu Welt kommen.
  • Ca. 10 Prozent der Kaiserschnittkinder leiden anfangs und vorübergehend an Lungenproblemen.

Risiken für die Mutter

Aber auch für Dich als werdende Mutter bestehen Risiken.

  • Ein Kaiserschnitt ist ein chirurgischer Eingriff und damit verbunden sind alle üblichen Risiken eines solchen Eingriffes. Also, Risiken die mit der Narkose verbunden sind, oder die Gefahr einer Thrombose oder Infektion.
  • Auch können starke Blutungen auftreten.
  • Die OP-Naht bildet später eine Narbe, bei der es zu Verwachsungen kommen kann. Auch erschwert eine bestehende Narbe im Bauchraum jede weitere Operation am Bauch.

Tipp

Ganz wichtig ist es, dass Du Dich rechtzeitig informierst über die verschiedenen Möglichkeiten, wo Du Dein Kind bekommen kannst und wie Du Dein Kind bekommen kannst. Auch der Angst vor der Geburt kannst Du in gewissem Umfang vorbeugen bzw. angemessen begegnen.
Wende Dich an Deine Hebamme oder Deinen Frauenarzt

Mehr zum Thema Geburt findest Du auch auf adeba.de.

 

 

Weiterführender Link:
  Bücher zum Thema Kaiserschnitt


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