Bitte, ein Bäuerchen !

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Kategorie: Gesundheit
Dieser Artikel wurde eingestellt von: jb
Erstellung am: 24. May 2010 07:00 - 11742 Hits

baby_by_Kraftprotz_pixelio.deDu hast es Dir mit Deinem kleinen Schatz gemütlich gemacht. Und während Dein Säugling genussvoll an Deiner Brust trinkt, streichelst Du ihm sanft über den Kopf. Ihr beide genießt diesen wunderbaren Moment und vor allem diese intensive Nähe zueinander. Ist Dein Baby satt, dann ist noch lange nicht Schluss, denn jetzt muss das Bäuerchen her.

Foto: Kraftprotz / pixelio.de

Bei Säuglingen ist es enorm wichtig, dass sie nach jeder Mahlzeit (egal ob Stillen oder Flasche) ein Bäuerchen machen, das heißt sie bekommen die Gelegenheit aufzustossen.

Warum ist das Bäuerchen so wichtig?

Das Bäuerchen bzw. das Aufstoßen nach dem Essen ist unerlässlich und für die Verdauung vom Kind sehr wichtig. Beim Saugen der Milch gelangt auch Luft in den Magen des Säuglings. Das ist einmal sehr unangenehm und schmerzhaft für das Kind, kann darüber hinaus aber auch zum Erbrechen führen. Das kann unter Umständen gefährlich für das Baby werden, denn da sich Babys anfangs, also bis zur ersten Hälfte des Lebensjahr, nur sehr eingeschränkt bewegen können, kann es im Liegen auch am Erbrochenen ersticken. Bleibt Luft im Bauch des Kindes, kann das zu schmerzhaften Blähungen und Bauchweh führen.

Also,die Luft muss unbedingt heraus.

Wie hilfst Du dem Kind beim Bäuerchen?

Damit der Säugling die überflüssig Luft „ablassen“ kann, braucht er Deine Hilfe. Am besten bringst Du das Baby in eine aufrechte Haltung. Am bekanntesten und bewärtesten ist dabei die Methode, wo Du Dein Kind an die Schulter legst und der Kopf des Kindes dort ruht. Aber es geht auch anders, so kannst Du das Baby zum Beispiel auf ein Bein oder zwischen die Beine setzen. Das Gesicht des Kindes kann Dir zugewandt oder abgewandt sein. Dann beginnst Du langsam und sanft den Rücken des Babys zu massieren oder mit einem leichten Klopfen das Aufstoßen auszulösen bzw. zu unterstützen.

Im Grunde ist es egal, ob Dein Kind dabei wach ist oder schon schläft. Es kann allerdings schon eine Weile dauern, bis ein deutliches hörbares Bäuerchen kommt. Nun kannst Du Deinen Schatz unbesorgt ins Bettchen legen.

Tipp

Beim Bäuerchen entweicht gern und oft mehr als nur Luft, so kommt oft auch noch einwenig Milch mit. Deshalb hab am besten ein Lätzchen oder Spucktuch zur Hand und schütze auch Dich bzw. Deine Sachen mit einem Handtuch oder ähnlichem.

Probleme beim Bäuerchen

Teilweise haben Babys Schwierigkeiten ein Bäuerchen zu machen. Falls Dein Baby auch nach einigen Minuten kein Bäuerchen gemacht hat, kann das zum Beispiel daran liegen, dass kein Bedarf besteht. Da aber Säuglinge grundsätzlich Probleme haben ihre Luft loszuwerden und sich mit der Luft aber sehr unwohl fühlen und dann auch eher unleidlich sind, solltest Du Geduld haben und Dich weiterhin bemühten, dass ein Bäuerchen kommt.

Ein Positionswechsel kann da oft sehr hilfreich sein, z.B. kannst Du Dein Baby kurz auf den Rücken oder Bauch legen – lass es jetzt aber nicht alleine. Nach kurzer Zeit nimmst Du das Kind dann wieder hoch, bringst es in eine aufrechte Position und massierst unterstützend den Rücken des Kindes, bis das Bäuerchen kommt.

Also, Geduld, einige Positionswechsel und noch weitere nachhelfende und herzhafte Klopfer auf den Kinderrücken und das Bäuerchen kommt ganz sicher.

Und doch gibt es Kinder, die erst nach recht langer Zeit und im Bettchen aufstossen. Dann solltest Du ein härtes Kissen in das Kinderbett legen (z.B. ein Kopfkeil), so dass es im Winkel von ca 30 Grad schräg liegt, darauf positionierst Du dann das Kind.

Tipp

Trinkt Dein Kind sehr gierig und hastig, dann lass es auch zwischendurch mal ein Bäuerchen machen.

Mehr Informationen zum Thema Ernährung eines Säuglings findest Du hier.  

Weiterführender Link:
  Bücher zum Thema Säuglingspflege


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