PMS - die besonderen Tage vor den Tagen

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Kategorie: Gesundheit
Dieser Artikel wurde eingestellt von: jb
Erstellung am: 09. June 2010 07:00 - 9261 Hits

walking_by_wrw_pixelio.deBesondere Tage gibt es ja einige und eigentlich magst Du die auch sehr gerne. Aber auf die besonderen Tage vor den Tagen könntest Du echt verzichten. Der Unterleib tut weh, Deine Stimmung ist im Keller, der Rücken schmerzt und der Kopf scheint auch gleich auseinander zuspringen. Viele Frauen leiden an den Tage vor der nächsten Regelblutung unter diesen oder ähnlichen Beschwerden.

Foto: wrw / pixelio.de

Mediziner bezeichnen diesen Zustand als  Prämenstruelles Syndrom oder kurz PMS.  Toll, nun hat das "Kind" also einen Namen – aber abfinden musst Du Dich deshalb trotzdem nicht damit. Denn Experten raten dazu, sich nicht einfach mit den PMS Beschwerden abzufinden oder zu arrangieren, sondern vielmehr aktiv zu werden.

Was ist PMS?

Als PMS (Prämenstruelles Syndrom) werden starke psychische und physische Beschwerden bezeichnet, die einige Tage bis zu zwei Wochen vor der Regelblutung auftreten. Mittlerweile sind über 150 verschiedene PMS Symptome bekannt. Typische sind

  • Stimmungsschwankungen
  • Schlafstörungen
  • Reizbarkeit
  • Konzentrationschwierigkeiten
  • Müdigkeit
  • Unterleibsschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • schmerzempfindliche Brüste
  • plötzliche Gewichtszunahme
  • Gesicht, Hände, Füße und Beine können anschwellen
  • Verdauungsprobleme
  • Schwindel usw.

Nicht bei jeder Frau treten alle Beschwerden auf. Je nach Schwere der Beschwerden können diese auch Konflikte im Miteinander der Familie, also z.B. in der Partnerschaft auslösen. Spätestens jetzt solltest Du aktiv werden und Deinen Frauenarzt aufsuchen.

Ursachen

Die genauen Ursachen für PMS sind nicht nicht abschließend geklärt. Vermutet wird, dass mehrere Faktoren beteiligt sind.
Fest steht, dass hormonelle Schwankungen  eine ganz entscheidende Rolle spielen. Darüber hinaus können

  • bestimmte Lebensgewohnheiten,
  • Stress,
  • Ernährung,
  • Veranlagung,
  • aktuelle psychosoziale Situation usw.

PMS begünstigen.

Wer bekommt PMS?

Typische PMS Symptome/Beschwerden sind fast jeder Frau bekannt. Das die Tage vor den Tagen manchmal nicht leicht sind, wissen wir eh fast alle. Wird allerdings Dein Tagesablauf bzw. Dein ganzes Leben stark eingeschränkt von den Beschwerden, dann spricht man von PMS. Von PMS ist etwa jede fünfte Frau betroffen.
Teilweise wird ein Zusammenhang zwischen PMS und Stress gesehen, demzufolge sind besonders berufstätige bzw. stark im Stress befindliche Frauen betroffen. Auch eine salz- und fettreiche Ernährung soll die Beschwerden verstärken.

Diagnose

Entscheidend für die Diagnose PMS sind die typischen Beschwerden und ihre Intensität. Dein Frauenarzt wird neben einer ausführlichen Befragung auch eine körperliche Untersuchung durchführen. Eventuell werden auch Laboruntersuchungen durchgeführt.

Tipp:

Führe eine Art Tagebuch und schreibe neben Art und Stärke der Beschwerden, auch Deine grundsätzliche körperliche und psychische Verfassung auf. Mindestens drei Monate solltest Du alles aufschreiben. Deine Aufzeichnungen können dem Arzt bei der Diagnose helfen.

Behandlung

PMS wird vorwiegend medikamentös behandelt,das heißt beispielsweise

  • Pflanzliche Präparate, z.B. Mönchspfeffer,  Johanniskraut, Ginkgo biloba, Nachtkerzenöl
  • Nahrungsergänzungsmittel, z.B. Kalzium-, Vitamin B6- (Pyridoxin) und Magnesium-Präparate
  • Ovulationshemmer (z.B. Pille)
  • Stimmungsaufhellende Präparate (z.B. Antidepressiva)
  • ausschwemmende Medikamente
  • Schmerzmittel gegen Bauch- und Rückenschmerzen.

Darüber hinaus kannst Du selber aktiv werden, zum Beispiel durch

  • regelmäßige körperliche Betätigung und Sport (Spazierngehen, Jogging, Walking, Pilates, Radfahren, Schwimmen)
  • Entspannungstechniken wie Yoga, Thai Chi, Autogenes Training oder Massagen wirken sich ebenfalls positiv aus
  • Akupunktur lindert PMS Beschwerden
  • eine ausgewogene Ernährung (vollwertige abwechslungsreiche vitaminreiche Kost und relativ wenig Genussmittel und Süßigkeiten)
  • Heilpflanzen können ebenfalls lindernd wirken, z.B. Melisse, Baldrian, Hopfen und Passionsblume dämpfen die Reizbarkeit und Helfen bei Schlafproblemen.

Grundsätzlich solltest Du versuchen, Stress zu meiden und die Tage vor den Tagen möglichst ruhig anzugehen und Dir gerade dann auch öfter mal etwas Gutes tun.

Weiterführender Link:
  Bücher zum Thema


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