1. Hilfe bei Sonnenbrand

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Kategorie: Adeba Magazin
Dieser Artikel wurde eingestellt von: jb
Erstellung am: 22. June 2010 07:00 - 11385 Hits

sonnenbrand_by_William_Veder_pixelio.deGut erholt und knackig braun – so sieht für viele das perfekte Urlaubsergebnis aus. Und dafür nehmen wir so manches in Kauf. Da wird sich in die Sonne gepackt und ordentlich gebraten. Das die Sonnenstrahlen allerdings auch gefährlich sein können – das merken die meisten auch ganz schnell. Etwa ein Drittel aller Deutschen fängt sich so jedes Jahr einen Sonnenbrand ein. Und ein Sonnenbrand ist gar nicht so harmlos.

Foto: William Veder / pixelio.de

 

Bei denen, die im Laufe ihres Lebens einen Sonnenbrand haben, steigt nämlich das Hautkrebsrisiko beträchtlich an. Jedes Jahr erkranken 140.000 Deutsche an Hautkrebs,, 22.000 davon am gefährlichen schwarzen Hautkrebs, 2.300 sterben daran. Experten waren und raten zu einem effektiven Sonnenschutz ab Kindesalter. So kann das Hautkrebsrisiko um 78 Prozent gesenkt werden.

Gefragt ist also ein vernünftiger Umgang mit der Sonne. Und trotzdem kann es passieren – die Haut ist rot und juckt, Sonnenbrand.

Was ist Sonnenbrand?

In der Regel entwickelt sich Sonnenbrand eher schleichend und wird erst bemerkt, wenn es zu spät ist. Ein Sonnenbrand kann nicht nur das Ergebnis eines Sonnenbades am Strand sein, sondern auch beim Spaziergang oder bei Motorradfahrten , letztendlich bei jedem Aufenthalt im Freien und in der Sonne kann es zu einem Sonnenbrand kommen. 

Ein Sonnenbrand entwickelt sich meist schleichend, vom Betroffenen unbemerkt und tritt nicht nur beim Sonnenbad, sondern auch bei Spaziergängen, Motorradfahrten, Autofahrten und vielen anderen Aufenthalten im Freien auf. Bei Sonneneinwirkung schädigen UV-Strahlen die Haut unablässig. Häufig treten dann plötzlich Juckreiz oder Schmerzen auf. Einige Stellen der Haut sind zart bis stark gerötet oder sogar geschwollen, teilweise kommt es zur Blasenbildung. In der Regel zeigen sich die Symptome am stärksten zwischen 6 und 24 Stunden nachdem die Sonnenstrahlen eingewirkt haben. Bei starkem Sonnenbrand kann es auch zusätzlich zu Kreislaufbeschwerden, Fieber  und Übelkeit kommen.

Was hilft bei Sonnenbrand?

  • Zunächst gilt – raus aus der Sonne.
  • Kühlende Umschläge (z.B. mit feuchten Handtüchern, Geschirrtüchern etc.), Lotionen (z.B. mit Aloe Vera) oder  Gels ohne Duftzusätze verschaffen Linderung.  Vorsicht bei Kindern, sie können rasch unterkühlen. Verwende da eine kühlende Creme, Quark oder Joghurt aus dem Kühlschrank.
  • Nützliche Helfer sind auch Tomaten, Kartoffeln oder Gurken. Die kannst Du entweder pürieren oder in dünnen Scheiben auf die betroffenen Stellen legen. Alles, was Feuchtigkeit spendet, hilft.
  • Auch After Sun Produkte aus der Drogerie oder Apotheke können zur Beruhigung der entzündeten Haut beitragen.
  • Viel Trinken, am besten Wasser!
  • Gegen Schmerzen und leicht erhöhte Temperatur helfen einfache Schmerzmittel (wie z.B. Ibuprofen oder Acetylsalicylsäure )
  • Im Freien unbedingt die betroffenen Stellen komplett mit Kleidung abdecken.

Sonnenbrand - wann zum Arzt?

Bei folgenden Beschwerden, solltest Du unbedingt einen Arzt aufsuchen:

  • Rötung und starken Schmerzen
  • Blasenbildung! Achtung, Blasen nie selbst öffnen, denn offene Blasten sind stark infektionsgefährdet.  
  • Wenn Kleinkinder oder Babys einen Sonnenbrand bekommen.
  • Kopfschmerzen
  • Nackensteifheit
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Fieber oder Schüttelfrost

Sonnenbrand – die (Spät) Folgen

In der Regel kann der Körper die Folgen bzw. Schäden, die von der übermäßigen Sonneneinstrahlung hervorgerufen werden, wieder reparieren. Aber unsere Haut merkt sich alles und registriert so jeden Sonnenbrand und alle extremen Sonnenbäder. Es muss also nicht zwingend zu einem Sonnenbrand gekommen sein, trotzdem wird die ungeschützte Haut von der Sonnenstrahlung geschädigt und unsere Haut merkt sich das.

Mögliche (Spät) Folgen sind zum Beispiel Hautkrebs und vorzeitige Hautalterung.

Übrigens, auch ein „Vorbräunen“ im Solarium bietet keinen Schutz und ist damit keine wirksame Vorbereitung auf die natürliche UV-Strahlung. Grund „Die UV-Strahlung in Solarien ist anders zusammengesetzt als die der Sonne. Die Haut kann daher keinen ausreichenden Eigenschutz aufbauen und muss genauso geschützt werden wie ungebräunte Haut.“

Wie kann ich vorbeugen?

  • Am besten: keine ausgedehnten Sonnenbäder.
  • Halte Dich lieber im Schatten auf und meide die Mittagssonne.
  • Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor ist ein Muss. Allerdings sollte er bereits eine halbe Stunde vorher aufgetragen werden. Dabei gilt: Viel hilft viel. Ausschlaggebend ist der Hauttyp: Ein Faktor 15 ist das Mindeste für Erwachsene, bei Kindern ist LSF 30 und bei besonders empfindliche Haut kannst Du ruhig zu LSF 50+ greifen.
  • Den besten Schutz gegen die Sonne bieten Textilien. Kleide Dich und Deinen Nachwuchs nach der  Vier-H-Regel  (Hut, Hose, Hemd, Hoher Lichtschutzfaktor). Wichtig,  Textilien bieten aber keinen kompletten Schutz. Baumwolle lässt etwa sechs Prozent des Lichtes durch, im nassen Zustand sogar 20 Prozent.

Mehr Tipps zum Thema Sonnenschutz findest Du hier.


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