Masern-Mumps-Röteln-Impfung - wird erwachsen -

Sie sind hier: Adeba.de > Adeba Magazin > Gesundheit > Masern-Mumps-Röteln-Impfung ...
 

  Weiterempfehlen Weiterempfehlen
Kategorie: Gesundheit
Dieser Artikel wurde eingestellt von: Dr. med. Sigrid Ley-Köllstadt
Erstellung am: 03. September 2010 12:00 - 21023 Hits

Quelle:
DGK

blut Foto: Rainer Sturm / pixelio.deDie Masern-Impfung – als Masern-Mumps-Röteln-Kombinationsimpfung (MMR-Imp­fung) – wird zukünftig für alle nach 1970 geborenen Erwachsenen empfohlen, die noch keinen ausreichenden Impfschutz haben. Diese Empfehlung sprach die Ständige Impfkommission (STIKO) Anfang August aus. Demnach sollten diejenigen, die entweder noch gar nicht oder nur einmal gegen Masern geimpft wurden, jetzt eine MMR-Impfung erhalten. Diese Empfehlung gilt auch für alle, bei denen unbekannt ist, ob sie überhaupt geimpft wurden und wie oft, zum Beispiel weil das Impfbuch abhanden gekommen ist.

Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Impfen

Grund für die Erweiterung der Empfehlung sind die immer wieder auftretenden Masernausbrüche in Deutschland, die oftmals Jugendliche und jüngere Erwachsene betreffen, denn in diesen Altersgruppen bestehen die größten Impflücken. Die aktuelle Empfehlung soll dazu beitragen, die Impflücke bei den jüngeren Erwachsenen zu schließen. Für die Jugendlichen ist schon seit Jahren empfohlen, die im Kleinkindalter versäumten Impfungen vor dem 18. Geburtstag nachzuholen. Hier gilt es darauf zu achten, dass die Nachholimpfungen – auch z. B. gegen Meningokokken oder gegen Windpocken – und die Auffrischimpfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Poliomyelitis und Keuchhusten auch wirklich gegeben werden. Ein idealer Zeitpunkt, den Impfschutz bei Jugendlichen zu überprüfen, ist die J1, die Jugendgesundheitsuntersuchung, auf die alle 12- bis 14-Jährigen einen Anspruch haben.

Besonders wichtig ist die MMR-Impfung für alle, die im Gesundheitsdienst, in der Betreuung von immungeschwächten Menschen oder in Gemeinschaftseinrichtungen arbeiten, so das Robert Koch-Institut in Berlin, wo die Ständige Impfkommission angesiedelt ist.

Weitere Neuerungen in den STIKO-Empfehlungen betreffen auch die Influenza-Impfung, für die die Liste der Risikopersonen erweitert wurde: Für die nächste Grippesaison wird nun auch allen Schwangeren eine Grippeimpfung empfohlen, weil sie ein deutlich erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe haben. Nach wie vor gilt darüber hinaus die Impfempfehlung für Personen ab 60 Jahre, chronisch Kranke, medizinisches Personal, in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr Tätige sowie alle, die Risikopersonen betreuen.

Der übliche saisonale Grippeimpfstoff setzt sich auch 2010/2011 aus den drei aktuell am häufigsten auftretenden Influenza-Virustypen zusammen. Die Vorgaben dafür kommen von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und werden in den weltweit bestehenden Referenzzentren erhoben. In diesem Jahr wird auch das pandemische Influenzavirus („A/H1N1/California/2009“) enthalten sein, so dass  keine spezielle Impfempfehlung zur pandemischen Influenza 2009 („Schweinegrippe“) mehr erforderlich ist. Der beste Zeitpunkt für die Grippeimpfung sind die Herbstmonate, damit der Schutz vorhanden ist, bevor es zu Ausbrüchen kommt.

Weiterführender Link:
  Bücher zum Thema


3 Bewertung(en)

 Bewertungen sind nur für Registrierte User erlaubt
Hier Anmelden
 

Nächster Artikel:

Brustentzündung in der Stillzeit

Vorheriger Artikel:

Eltern können ihre Kinder selbst vor Allergien schützen

Zufälliger Artikel:

Arme Ohren!


story_comment.gif Ihre Meinung zum Thema

Alle hier veröffentlichten Kommentare stehen uneingeschränkt im alleinigen Verantwortungsbereich des jeweiligen Autors.
0 Kommentar(e)

Keine Kommentare vorhanden

Kommentare sind nur für Registrierte Mitglieder erlaubt
» LogIn oder » Anmelden


Mehr zum Thema