Impfungen gegen Pneumokokken und Meningokokken

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Kategorie: Gesundheit
Dieser Artikel wurde eingestellt von: Krümel23
Erstellung am: 18. August 2009 13:37 - 15243 Hits

Quelle:
DGK

Neue Empfehlungen der ständigen Impfkomission

(pgk) Gegen die häufigsten Erreger schwerer bakterieller Infektionen im Kindesalter, Pneumokokken und Meningokokken, können jetzt alle Kinder geimpft werden. Neben eitriger Hirnhautentzündung (Meningitis) ist auch die Sepsis (Blutvergiftung) eine gefürchtete Erkrankung, die durch diese Erreger verursacht wird.

(Foto: Imagesource)

Pneumokokken rufen neben Sepsis und Meningitis auch lokal begrenzte Infektionen hervor, etwa Mittelohr-, Nasennebenhöhlen- oder Lungenentzündungen. Sie gehören zu den häufigsten Erregern einer Mittelohrentzündung im Kleinkindalter. Besonders bedrohlich ist es, wenn der Erreger über das Blut auch andere Organe befällt oder eine Hirnhautentzündung verursacht. Dann kommt es nicht selten zu Todesfällen oder zu bleibenden Schäden wie Hörstörungen oder Entwicklungsverzögerungen. Die Häufigkeit ist stark altersabhängig, schwere Fälle sind in den ersten beiden Lebensjahren besonders häufig, aber auch ältere Kinder und Erwachsene können erkranken, besonders, wenn sie an einer chronischen Erkrankung leiden.

Weltweit sterben über eine Million Kinder unter fünf Jahren an einer durch Pneumokokken verursachten Lungenentzündung. In Deutschland sind es in dieser Altersgruppe pro Jahr etwa 970 invasive – also sehr schwere – Pneumokokkenerkrankungen, dabei sind 680 der Krankheitsfälle durch die im Kinderimpfstoff enthaltenen Varianten verursacht. Die Wirksamkeit des Impfstoffes ist in klinischen Studien in den USA und in Finnland bei mehr als 37.000 Kleinkindern bewiesen worden. Für einen vollständigen Impfschutz sind vier Impfungen ab dem vollendeten 2. Lebensmonat zeitgleich mit den anderen im Säuglingsalter empfohlenen Impfungen vorgesehen.

Auch Meningokokken können eine Blutvergiftung oder eine Hirnhautentzündung verursachen, die manchmal binnen weniger Stunden zum Tode führt. Dem Robert-Koch-Institut werden jährlich etwa 700 invasive Meningokokken-Erkrankungen gemeldet, davon werden etwa 175 Erkrankungen durch den Typ ausgelöst, gegen den sich der Impfstoff richtet. Die Impfung ist mit einer Dosis ab dem vollendeten 12. Lebensmonat empfohlen.


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