Die „Pille für den Mann“ – Erfahrungen eines Engländers

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Kategorie: Gesundheit
Dieser Artikel wurde eingestellt von: jaku
Erstellung am: 06. May 2009 13:37 - 13439 Hits

Quelle:
DGK

(dgk) „Die Pille für den Mann ist eine großartige Idee“, sagt Clint Witchalls, Londoner Medizinjournalist. Der Mann weiß, wovon er spricht, denn er hat die „Pille“ ein Jahr lang getestet. Kondom und Sterilisation? Beides nicht das Wahre, fand der dreifache Familienvater Clint Witchalls – und nahm an einer einjährigen Studie zweier Pharmakonzerne zu einem hormonellen Verhütungsmittel teil. (Foto:DGK)

Studie mit Stäbchen und Spritzen

Die „Pille für den Mann“ ist allerdings keine Tablette, sondern ein Hormonstäbchen, das unter die Haut in den Oberarm eingesetzt wird. Dort verbleibt es ein Jahr lang und gibt in dieser Zeit ständig das Hormon Progesteron ab, das die Spermaproduktion verhindert. Weil es auch die Produktion des männlichen Hormons Testosteron drosselt, bekommen die Männer alle zehn Wochen eine Testosteron-Spritze zum Ausgleich.

Unbeherrschbare Gefühlslagen

Clint Witchalls litt in der Zeit der Hormongaben an extremen Stimmungsschwankungen, erkrankte an einer Depression, hielt aber bis zum Schluss der Studie durch – und schrieb ein Buch über seine Erfahrungen. Es ist im April 2007 unter dem Titel „Die Pille und ich“ in Deutschland erschienen.

Nicht nur der Autor selbst, auch seine Kinder und insbesondere seine Frau Sam mussten mit den wechselnden Stimmungen ihres Vaters und Mannes umgehen. Witchalls fühlte sich phasenweise voller Energie, er war durchsetzungsstark und optimistisch, sexuell potent. Dann wieder war er gefühlvoll und verletzlich, überempfindlich und passiv. Wie ertrug die Ehefrau diese ständigen Wechsel? „Zuerst genoss Sam meine zwei unterschiedlichen Seiten“, berichtet Clint Witchalls im Interview mit dem Deutschen Grünen Kreuz e. V. „Aber als die Stimmungsschwankungen immer stärker wurden, begann sie, mir übel zu nehmen, dass ich vor der Teilnahme an der Studie nicht ihre Zustimmung dazu eingeholt hatte. In der Tat war das ziemlich unfair von mir.“


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