Weg mit der Windel

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Kategorie: Kinder, Kindergarten und Schule
Dieser Artikel wurde eingestellt von: AM
Erstellung am: 09. June 2009 01:03 - 32056 Hits

TopfAm Anfang macht es ja noch Spaß das Baby zu wickeln und dabei mit ihm zu spielen. Aber irgendwann haben Eltern buchstäblich die Nase voll. Dann sehnen sie den Tag herbei, an dem sie keine Windeln mehr kaufen und keine stinkenden Windeleimer mehr leeren müssen. Das Kind soll endlich sauber werden. Doch wie fangt Ihr die Sache mit dem Sauber werden am besten an?

"Sauber werden" bedeutet einen großen Schritt für Euer Kind in seiner Entwicklung. Dazu sollte das Kind nicht gedrängt werden. Der Abschied von der Windel ist ein allmählicher Lernprozeß, für den Euer Kind Zeit braucht - und Ihr Geduld. Wie könnt Ihr Eure Kinder beim "Sauberwerden" unterstützen?

Wenn Euer Kind von sich aus soweit ist, sauber zu werden, sendet es ziemlich klare Signale aus. Es empfindet die Windel als unangenehm, kündigt Stuhlgang an oder teilt das Ergebnis nach getaner "Arbeit" mit. Es folgt Eltern und Geschwistern auf die Toilette und interessiert sich für das, was dort geschieht. Es will sich auch keine Windel mehr umbinden lassen. Den Zeitpunkt allerdings bestimmt das Kind und nicht die Eltern, denn so wie in einer Art persönlichem Plan im Kind selbst festgelegt ist, wann es die ersten Schritte macht oder zu sprechen beginnt, ist es von der Entwicklung des Kindes abhängig, wann es trocken wird. Die meisten Kinder schaffen diesen Schritt zwischen 18 und 30 Monaten.

Die Kinder müssen verstehen lernen, dass Grummeln im Bauch, Druck auf der Blase und die Ausscheidungen zusammenhängen. Es muß lernen, wenn ich dieses Gefühl habe passiert gleich was.

Die Kinder brauchen ein Zeitgefühl, um rechtzeitig zum Topf zu gelangen. Zwischen "ich muß jetzt ganz dringend" und "ich muß bevor wir rausgehen" besteht ein gewaltiger Unterschied. Diese Vorstellung von Zeit müssen Kinder erst erlernen.

Und letztendlich müssen sie ihre Darm- und Blasenmuskulatur sicher beherrschen. Nur dann können sie ihren Drang einen Moment zurückhalten bis sie auf dem Topf angekommen sind. Diese bewußte Kontrolle setzt voraus, daß die entsprechenden Nervenverbindungen von den Organen zum Gehirn und umgekehrt aufgebaut sind. Das ist frühestens mit 18 Monaten möglich. Vorher geht alles in die Hose.

Wenn das Kind dazu bereit ist, kann es in wenigen Wochen sauber werden:

Kleine Hilfen für das Kind:

  • Falls es Euch nicht unangenehm ist, laß das Kind bei Eurem Toilettengang zuschauen.
  • Praktische Kleidung, also keine komplizierten Verschlüsse an den Hosen.
  • Laß das Kind im Sommer nackt im Garten laufen.
  • Geht ab und an mal was daneben, macht bitte kein Drama draus, auch wenn es lästig ist ständig schmutzige Hosen und Bettlaken zu waschen.
  • Es gibt im Handel spezielle Trainingsunterhosen. Diese kann das Kind im Gegensatz zur Windel allein hoch- und runterziehen. Außerdem haben sie nur eine dünne Isolationsschicht.Wenn das Kind in diese Unterhose uriniert, kühlt die Feuchtigkeit schnell ab und das Kind empfindet diese Kälte als unangenehm und wird den Toilettengang einer kalten, nassen Unterhose vorziehen.


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