Jetzt bin ich ein Kindergartenkind!

Sie sind hier: Adeba.de > Kinder, Kindergarten und Schule > Jetzt bin ich ein ...
 

  Weiterempfehlen Weiterempfehlen
Kategorie: Kinder, Kindergarten und Schule
Dieser Artikel wurde eingestellt von: jb
Erstellung am: 20. August 2009 12:39 - 9615 Hits

breiteslachenAlles Neue kann interessant und spannend sein, es kann aber auch erstmal Angst machen. Für Kinder sind Veränderungen oft schwer, deshalb brauchen sie Zeit und Eure Unterstützung. Die Eingewöhnung in Kinderkrippe bzw. Kindergarten ist eine große Umstellung. Dein Kind muss sich an eine neue Umgebung gewöhnen und zu fremden Menschen eine Beziehung aufbauen. Die Eingewöhnungsphase ist auch für Euch als Eltern spannend und wichtig. Adeba.de hat einige Tipps für eine kinderfreundliche, aber auch elternfreundliche Eingewöhnungsphase zusammengestellt.

Foto: Viktoriya Mittermaier / pixelio.de

Tipps:

  • Hab kein schlechtes Gewissen, weil Du Deinen kleinen Schatz „weggibst“ und ihn nicht selber betreust. Du freust Dich auf Deine Arbeit und wenn es Dir gut geht, geht es auch Deinem Kind gut. Darüber hinaus bietet die Kinderbetreuung für Deinen Sproß auch viele Chancen, er kann ausgiebig mit anderen Kindern zusammen sein, lernt viel und erlebt Neues. Außerdem, ist Dein Kind gut versorgt, Du zufrieden zurück in Deinem Job - dann geht es Euch beiden gut.
  • Für Deinen Nachwuchs bist Du die wichtigste Bezugsperson. Allein durch Deine Anwesenheit gibt’s Du Deinem Kind Sicherheit, besonders auch in der neuen Umgebung, und das braucht Dein Kind. Richte Dich auf mindestens eine Woche ein, in der Du Dein Kind in den Kindergarten begleitest. Jeder kleine Mensch reagiert anders, eines braucht länger, ein anderes kürzer, sich an die neue Umgebung und die Veränderungen zu gewöhnen. Deshalb lass Dein Kind das Tempo bestimmen.

Die ersten Tage

Viele neue Eindrücke stürmen auf Dein Kind ein, deshalb ist es völlig ausreichend, wenn Ihr am ersten Tag nur eine halbe oder ganze Stunde bleibt. Im Vorfeld kannst Du mit der Erzieherin die dafür günstige Tageszeit besprechen. Beobachte Dein Kind und reagiere darauf. Du bist sozusagen der „sichere Hafen“. Auch am zweiten und dritten Tag bleibst Du mit Deinem Nachwuchs zusammen. Gemeinsam könnt Ihr weiter beobachten und neue Eindrücke sammeln. Beobachte Dein Kind, wenn es sich von Dir entfernen möchte und auf eigene Faust die Umgebung entdecken will, dann lass es. Bleibt es noch ängstlich an Dir kleben, dann übe keinen Druck aus.

Erster Trennungsversuch

Frühestens nach drei Tagen, aber nie an einem Montag (nach dem Wochenende braucht das Kleinkind neu Zeit sich zu lösen und umzugewöhnen) kann der erste kurze Trennungsversuch erfolgen. Du verlässt für kurze Zeit den Raum. Ganz wichtig, verabschiede Dich von Deinem Kind, sag ihm, dass Du in der Nähe bleibst und wiederkommen wirst. Nun warte ab, wie Dein Kind reagiert. Lässt es sich von der Erzieherin ablenken oder beim Weinen von ihr trösten, dann kannst Du in den nächsten Tagen die Trennungszeit langsam ausdehnen. Auch dann bleibst Du allerdings in der Nähe. So kannst Du bei Bedarf geholt werden. Hat Dein Kind beim ersten Trennungsversuch Schwierigkeiten gehabt und konnte es nicht von der Erzieherin getröstet werden, dann bleibt Ihr gemeinsam in der Gruppe und versucht es nach einiger Zeit noch mal mit der kurzen Trennung. Die Reaktion Deines Kindes auf den ersten Trennungsversuch gibt oft Hinweise darauf, wie lange die Eingewöhnungszeit voraussichtlich dauern kann.

Lass Dich auf keinen Fall entmutigen und setze weder Dich noch Dein Kind unter Druck. Eventuell kann ein Kuscheltier oder ein Tuch von Dir, Deinem Schatz eine Hilfe und ein Trost sein. Bleib in der Eingewöhnungszeit im Gespräch mit der Erzieherin, zusammen könnt Ihr besprechen, wie Ihr ganz individuell auf Dein Kind abgestimmt die nächsten Schritte wählt. Eventuell kannst Du mit Deinem Kind an einer Mahlzeit teilnehmen. Wenn Dein Nachwuchs die bisherigen Trennungsversuche gut gemeistert hat und sich auch beim Weinen von der Erzieherin hat trösten lassen, dann ist die Eingewöhnungsphase abgeschlossen. Das heißt nicht, dass Dein Kind nicht weinen wird, wenn Du gehst. Deshalb halte die Verabschiedung immer kurz. Das verursacht weniger Stress für Dein Kind.

Weiterführender Link:
  Produkte zum Thema Kindergarten


2 Bewertung(en)

 Bewertungen sind nur für Registrierte User erlaubt
Hier Anmelden
 

Nächster Artikel:

Kindergarten ohne Dach und Wände

Vorheriger Artikel:

Mama, ich hab Angst!

Zufälliger Artikel:

Lügen haben kurze Beine


story_comment.gif Ihre Meinung zum Thema

Alle hier veröffentlichten Kommentare stehen uneingeschränkt im alleinigen Verantwortungsbereich des jeweiligen Autors.
0 Kommentar(e)

Keine Kommentare vorhanden

Kommentare sind nur für Registrierte Mitglieder erlaubt
» LogIn oder » Anmelden