Lakritze – schadet Deinem Baby

Sie sind hier: Adeba.de > Schwangerschaft > Lakritze – schadet Deinem ...
 

  Weiterempfehlen Weiterempfehlen
Kategorie: Schwangerschaft
Dieser Artikel wurde eingestellt von: jb
Erstellung am: 09. October 2009 12:15 - 15320 Hits

lakritzeDie einen raspeln Süßholz – die anderen essen es. Und zwar in Form von Lakritze. Die schwarze Leckerei ist bei kleinen und großen Naschkatzen sehr beliebt. Als Schwangere solltest Du aber Vorsicht walten lassen. Denn wie finnische Wissenschaftler nun in einer Langzeitstudio festgestellt haben, schadet der häufige Genuss von Lakritze in der Schwangerschaft der Entwicklung des Kindes.

Foto: Marco Barnebeck / pixelio.de

Die Experten haben untersucht, ob und welche Auswirkungen es haben kann, wenn eine Frau während der Schwangerschaft Lakritze in größeren Mengen zu sich nimmt. Es wurde genau notiert, ob und wie viel Lakritze die Schwangeren vernaschten. Nach acht Jahren wurden dann die Kinder untersucht. Dabei wurde besonders auf folgende Punkte geachtet, die kognitiven Fähigkeiten, Wortschaft, Gedächtnis und räumliches Vorstellungsvermögen der Kinder. Auch das individuelle Verhalten der untersuchten Kinder wurde genau dokumentiert. Als Ergebnis stellten die Experten dann fest, dass die Kinder, deren Mütter in der Schwangerschaft besonders große Mengen Lakritze gegessen hatten, weniger intelligent waren und darüber hinaus verstärkt Verhaltensauffälligkeiten wie ADHD ( Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung) hatten. Konkret zeigt sich das zum Beispiel darin, dass die Kinder über einen geringeren Wortschatz und eine schlechtere erzählerische Fähigkeit verfügten. Als mögliche Ursache dafür wird Glycyrrhizin genannt. Das ist ein Inhaltsstoff der Lakritze, der die Funktion der Plazenta beeinträchtigen kann. Dadurch können zum Beispiel Stresshormone der Mutter zum Ungeborenen gelangen. Diese Stresshormone wirken sich dann negativ auf die Entwicklung des Kindes aus, und zwar in der Form, dass sie die Hirnentwicklung beeinträchtigen und auch spätere Verhaltensstörungen beim Kind mitverursachen können. Als Grenzwert nennen die Experten 500 Gramm Glycyrrhizin pro Woche, das entspricht der Menge, die in 100 Gramm Lakritze enthalten sind.

Deshalb, Tipp an Dich als Schwangere – besser Hände weg von Lakritze.


keine Bewertung bisher

 Bewertungen sind nur für Registrierte User erlaubt
Hier Anmelden
 

Nächster Artikel:

Der Beckenboden – stabil und doch elastisch

Vorheriger Artikel:

Essen für zwei – Ernährung in der Schwangerschaft

Zufälliger Artikel:

Der große Moment - die Geburt


story_comment.gif Ihre Meinung zum Thema

Alle hier veröffentlichten Kommentare stehen uneingeschränkt im alleinigen Verantwortungsbereich des jeweiligen Autors.
0 Kommentar(e)

Keine Kommentare vorhanden

Kommentare sind nur für Registrierte Mitglieder erlaubt
» LogIn oder » Anmelden