Atemtherapie und Physiotherapie in der Kinderheilkunde

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Kategorie: Adeba Magazin
Dieser Artikel wurde eingestellt von: U.Krüger (Physiotherapeutin)
Erstellung am: 16. December 2010 10:20 - 22860 Hits

kindmitpusteblumeWelche Unterschiede gibt es bei der Atmung von Kindern im Vergleich zum Erwachsenen.

Wie sind die normalen Abläufe einer Atmung.

Welche Tipps und Tricks gibt es, um mit einem Kind spielerisch die Atmung zu fördern.

Foto: Andreas Zöllick/pixelio.de

Was ist Atemtherapie?

  • Ist die Behandlung von Erkrankungen und deren Folgen, die die Atemwege betreffen.

Ziel : -Ventilation (Belüftung) und  Perfussion (Durchblutung) der Lunge verbessern

        - Vermeidung eines Bronchialkollaps (Beeinträchtigung des Sekretabflusses)

Welche normalen Abläufe bestimmen den Atemrhythmus eines Menschen?

  • Einatmung über die Nase
  • Atempause 
  • Ausatmung durch den Mund

Hier ein paar Zahlen über die Atemfrequenz in den verschiedenen Altersstufen nennen.

  • - Säugling :       normal  35-45 Atemzüge pro Minute
  • - Kleinkind :      normal  30-35 Atemzüge pro Minute
  • - Schulkind :     normal  ca. 18 Atemzüge pro Minute
  • - Jugendliche :  normal ca. 16 Atemzüge pro Minute

Wo können Störungen der normalen Atmung auftreten?

  • in den oberen Atemwegen :  (z.B. Rachen- und Mandelentzündungen)
  • in den unteren Atemwegen : (z.B. Verhärtungen des Lungengewebes, Spasmus der Bronchialwände)

Mit welchen Methoden kann man solche Störungen beeinflussen?

  • Einatmungstechniken :   Sekretmobilisation, atemerleichternde Körperstellungen
  • Ausatmungstechniken :  Entspannungstechniken, Dehnlagerungen, heiße Rolle, Hustentechniken, Massagegriffe oder Kopplung von Bewegung und Atmung

Warum spielt die Bewegungsfreude im Allgemeinen und bei Kindern im Besonderen in der Atemtherapie eine wesentliche Rolle?


  • Um die Aufmerksamkeit und Mitarbeit des Kindes für die Therapie zu wecken, muß der Therapeut in der Lage sein Dein Kind spielerisch zur Mitarbeit zu motivieren.

    Bei Kindern hat es sich bewährt mit Musik zu arbeiten. Durch Singen können die Ein- und Ausatmungsphasen positiv beeinflußt werden. Bei bestimmten Atemwegserkrankungen wie z.B. dem Asthma bronchiale, oder der Bronchitis kommt es darauf an die Ausatmungsphase zu verlängern und den Sekretfluß zu mobilisieren.

    Um das zu erreichen, lässt Du Dein Kind Seifenblasen machen oder Windmühlen pusten.Wenn Dein Kind schon lesen kann, dann lass es einfach laut Lesen, auch das verlängert die Ausatmungsphase. Hat Dein Kind viel Sekret, welches sich schlecht löst, kannst du die Sekretlösung mit Hüpfen auf einem Trambolin oder auch nur durch Springen zur Musik erreichen.

    Solltest Du einen Pezziball (Gymnastikball) besitzen, so lass Dein Kind auf ihm hüpfen.Oder Du lässt Deinen Spross mal bäuchlings und dann wieder rücklings auf dem Ball liegen zum Entspannen. So erreichst Du, dass Dein Kind mal mehr in den Rücken bzw.mehr in den Bauch atmet.

    Genauso wird durch Lagerung auf der Seite im Wechsel die sogenannte Flankenatmung verbessert, so dass die Lunge besser belüftet werden kann.
Das sind nur ein paar Beispiele, die wir Euch ans Herz legen wollen.

Weiterführender Link:
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