Gebärmuttermyom - was nun ?!

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Kategorie: Gesundheit
Dieser Artikel wurde eingestellt von: jb
Erstellung am: 09. January 2010 07:00 - 12157 Hits

frauenbauchArztbesuche sind überhaupt nicht Dein Fall. Trotzdem, Du weißt es muss eben sein und so gehst Du regelmäßig zum Frauenarzt. Jetzt hat Dein Frauenarzt allerdings etwas festgestellt und Dich mit der Diagnose „Myom!“konfrontiert. In Deinem Kopf schwirren nun jede Menge Fragen und irgendwie ist Dir gar nicht wohl bei dem Gedanken.

Foto: Eva Kaliwoda / pixelio.de

Was ist ein Myom?

Myome sind gutartige Tumoren des Muskelgewebes. Relativ häufig bilden sich Myome in der Muskelschicht der Gebärmutter (Myometrium). Myome sind die häufigsten gutartigen Tumore bei Frauen und ca. jede dritte bis vierte Frau ab dem 30igsten Lebensjahr ist davon betroffen.

Myome können sehr klein sei, aber in Einzelfällen auch bis zu 20 Zentimeter groß werden. Nicht selten treten mehrere Myome gleichzeitig auf. 

Ursachen

Die Ursachen für das Entstehen von Myomen sind noch nicht bekannt. Bekannt ist allerdings, dass die Östrogene (weibliche Geschlechtshormone) das Wachstum von Myomen stark beeinflussen. Myome bilden sich oftmals unbemerkt. Um so größer ist dann der Schreck für Dich, wenn Dein Arzt Dich mit der Diagnose konfrontiert. Sind hingegen die Myome zahlreich bzw. größer, dann treten häufig verschiedene und vor allem spürbare Symptome auf.

Symptome

Teilweise verursachen Myome keinerlei Beschwerden, ansonsten hängen die Symptome in der Regel von Größe und Lage des Myoms ab.

Mögliche Symptome sind:
  • starke, lange und schmerzhafte Regelblutungen
  • Schmerzen im Rücken oder in den Beinen, u.U. Druck / Fremdkörpergefühl im Beckenraum
  • ungewollte Kinderlosigkeit, Fehlgeburten
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Druckgefühl auf der Blase oder Inkontinenz

Diagnose

Der Frauenarzt kann durch Tastuntersuchung und Ultraschall eine genaue Diagnose stellen. Auf diesem Weg kann er Anzahl, Lage und auch Größe der Myome erkennen. 

Behandlung

Die konkrete Behandlung hängt vom Einzelfall ab. Entscheidend sind neben Größe und Lage der Myome auch Fragen nach z.B. Kinderwunsch, Alter, Allgemeinzustand usw. 

Grundsätzlich gibt es verschiedene Methoden der Behandlung
  • Medikamente, insbe. Hormonpräparate
  • Entfernung einzelner bzw. mehrerer Myome, z.B. durch minimalinvasive Eingriffe (Laparoskopie, Hysteroskopie) 
  • Embolisation Dabei werden Blutgefässe künstlich verschlossen, indem z.B. flüssige Kunststoffe, Kunststoffkügelchen oder Fibrinschwämmchen über einen Katheter verabreicht werden. Das Myom wird auf diese Weise regelrecht „ausgetrocknet“. 
  • MRT-gesteuerte Fokusierter Ultraschall
  • Entfernung der ganzen Gebärmutter

 Kann ein Myom auch bösartig werden?

Nur in sehr seltenen Fällen entwickelt sich ein Myom zu einer bösartigen Geschwulst. Aufgrund des dann recht schnellen Wachstums fallen solche Myome eher auf.

Tipp

Hast bzw. hattest Du ein Myom, dann ist es um so wichtiger, regelmäßig den Frauenarzt aufzusuchen. Du solltest also wirklich mindestens alle 6 Monate zur Untersuchung gehen. 

Myome in der Schwangerschaft 

Im Grunde sind die gutartigen Knoten nicht gefährlich, allerdings können sie eine Schwangerschaft erschweren bzw. auch verhindern.
In der Schwangerschaft können dann auch erstmals Beschwerden auftreten, denn eine Schwangerschaft begünstigt in der Regel das Wachstum des Myoms durch die vermehrte Hormonproduktion.
Im Einzelfall können deshalb Beschwerden auftreten, wie 
  • eine erhöhten Rate von Fehlgeburten 
  • eine gestörte Entwicklung der Plazenta
  • vorzeitige Wehen 
  • Unterversorgung des Babys
  • atonische Blutungen
Sprich deshalb mit Deinem Frauenarzt. Bestehende Myome sollten wenn möglich vor der Schwangerschaft entfernt werden.

Weiterführender Link:
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