Salmonellen lauern auch auf Schildkröten und im Stockbrot

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Kategorie: Gesundheit
Erstellung am: 28. April 2009 13:37 - 9737 Hits

Quelle:
DEUTSCHES GRÜNES KREUZ e.V.

Stockbrote(pgk) Salmonellen sind weit verbreitet, die Salmonellose zählt zu den häufigsten Infektionskrankheiten überhaupt. 90 Prozent aller lebens-mittelbedingten Infektionen in Deutschland werden von Salmonellen verursacht. Weithin bekannt sind die Lebensmittel, die häufig mit Salmonellen besiedelt sind: Eier und Fleisch. Besonders begünstigt wird die Verbreitung der Salmonellen durch eine mangelhafte Kühlung von Lebensmitteln. Daher lauten die bekannten Vorsichtsregeln: Beim Einkauf die Kühlkette nicht unterbrechen, Mayonnaise nicht in die Sonne stellen, Fleisch durchgaren, die Küche sauber halten!  (Foto: © Stebchen / PIXELIO)

Doch auch lebende Tiere bergen eine Infektionsgefahr, die häufig übersehen wird. Rund zehn Prozent aller menschlichen Salmonellen-Erkrankungen sind auf direkten Kontakt mit Reptilien wie Schildkröten, Geckos oder Leguane zurückzuführen. Daher raten Kinderärzte Eltern von Kleinkindern, auf solche Haustiere zu verzichten. Denn Kinder unter fünf Jahre sind besonders gefährdet, da ihre Magen-säurebildung noch nicht voll entwickelt ist und dadurch noch nicht so viele Keime im Magen abgetötet werden können.

Kinder sind auch deswegen stärker von einer Salmonellose betroffen, weil sie sich durch ihr Verhalten einem höheren Risiko aussetzen, schlicht weil sie öfter ihre ungewaschenen Finger oder ungesäuberte, eventuell kontaminierte Gegenstände in den Mund stecken.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) weist auf eine weitere, oft vergessene Gefahrenquelle hin: das gerade im Spätsommer in manchen Gegenden beliebte Stockbrot- Backen über dem Lagefeuer. Dabei wird Brot- oder Kuchenteig um einen Ast gewickelt und wie ein Würstchen über offenem Feuer „gegrillt“. Der Teig sollte besser ohne Eier zubereitet werden, rät das BfR, denn oft ist er zwar außen schon rabenschwarz, innen aber noch roh, wenn er gegessen wird.

Die ersten Symptome einer Salmonellenvergiftung treten meist 12 bis 36 Stunden nach der Ansteckung auf: plötzlicher wässriger Durchfall, Erbrechen, Bauch-schmerzen und Fieber. Die Art und Heftigkeit der Beschwerden ist abhängig von der Zahl der aufgenommenen Keime. Aufgrund des hohen Flüssigkeitsverlustes kann eine Salmonellose bei Kleinkindern sehr schwer verlaufen und sollte vom Arzt behandelt werden. Aber auch infizierte Erwachsene, denen eine Salmonellen-infektion oft nicht so schwer zu schaffen macht wie Kindern, sollten einen Arzt aufsuchen, damit eine sichere Diagnose gestellt werden kann. Dann kann der Rest der Familie sich besser vor einer Ansteckung mit der meldepflichtigen Infektionskrankheit schützen.

Quellen: Kinder- und Jugendärzte im Netz: Salmonellen, Meldung vom 15.08.08 Bundesinstitut für Risikobewertung: Salmonellen und ihre Bedeutung als Krank-heitserreger, Stockbrot- Teig lieber gleich ohne Eier zubereiten, Meldung vom 21.07.08


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