Risiko Übergewicht – Rezepte rechnen mit immer größeren Portionen

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Kategorie: Gesundheit
Erstellung am: 08. January 2009 13:37 - 7875 Hits

Quelle:
Monks - Ärzte im Netz GmbH

Die Portionen sind nicht nur in den Restaurants und bei den „Menüs“ zum Mitnehmen größer geworden, sondern auch in Kochbüchern mit traditionellen Rezepten. Zu diesem Ergebnis kommen amerikanische Forscher, die nach äußeren Einflüssen gesucht haben, die zum Übergewicht beitragen. „Kinder neigen dazu, größere Mengen zu verzehren, wenn sie mehr auf den Teller bekommen, d.h., ein dauerhaft größeres Angebot erhöht das Risiko für Übergewicht.

Bisher verbanden Ernährungsexperten einen vermehrten Außer-Haus-Verzehr von XXL-Portionen mit einer Gewichtszunahme, doch diese Studie weist nun darauf hin, dass Eltern auch bei der Zubereitung zuhause die Portionsgröße und die Zugabenliste kritisch betrachten sollten“, warnt Dr. Ulrich Fegeler, Kinder- und Jugendarzt sowie Bundespressesprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte. Laut Dr. Brian Wansink und Professor Collin Payne ist die durchschnittliche Kalorienmenge eines Gerichtes von 2.124 Kalorien mit 268 pro Portion im Jahr 1936 auf 3.052 Kalorien pro Gericht mit 436 Kalorien pro Portion im Jahr 2006 gestiegen.

Die Forscher hatten in sieben Ausgaben eines bekannten Kochbuches „The Joy of Cooking„von 1936 bis 2006 18 vergleichbare Rezepte wie Gulasch, Brownies, Apfelkuchen, Makkaroni mit Käse und Beef Stroganoff unter die Lupe genommen. Es zeigte sich, dass bei 17 Rezepten die Kalorienzahl über die Zeit hin zunahm und auch der Anteil an Fett und Zucker. Wer das Essen nach diesem Kochbuch zubereitet, nimmt demnach pro Teller durchschnittlich 168 Kalorien mehr zu sich als jemand, der dieses Gericht 1936 genossen hatte. Die Standardportion einer führenden Fastfood-Kette (Pommes frites, Hamburger und Getränk) hat sich in den letzten 30 Jahren verdoppelt. „Ein vier- bis sechsjähriges Kind sollte beispielsweise 1.450 kcal täglich zu sich nehmen. Darin enthalten sollten etwa 180 g Kartoffeln, Nudeln, Reis oder anderes Getreide, 200 g Gemüse und etwa 200 g Obst sein. In dieser Altersgruppe gilt für Fett eine maximale tägliche Verzehrmenge von 25 g und für Zucker maximal 6 Teelöffel, die etwa 45 g Fruchtgummi entsprechen“, verdeutlicht Dr. Fegeler.

Weitere aktuelle Informationen
rund um das Thema "Kindergesundheit" finden Sie auf der Internetseite des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) unter www.kinderaerzte-im-netz.de


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