Vaginale Pilzinfektion mit Candida albicans ist nun leichter feststellbar

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Kategorie: Gesundheit
Erstellung am: 19. December 2008 09:18 - 12089 Hits

Quelle:
Deutches Grünes Kreuz e.V.

(dgk) Er ist häufig ein Tabu: der Scheidenpilz. Doch gerade deshalb ist es notwendig, darüber zu informieren – zumal es jetzt eine Möglichkeit zur Selbstdiagnose gibt. Es juckt und brennt ausgerechnet an der intimsten Stelle, oft kommt ein weißlich-gelblicher, bröckeliger Ausfluss hinzu: Etwa 75 Prozent aller Frauen haben in ihrem Leben mindestens einmal eine Pilzinfektion der Scheide, die in den meisten Fällen durch den Hefepilz Candida albicans hervorgerufen wird. Teilweise verursacht dieser Pilz auch ein Brennen beim Intimverkehr oder beim Wasserlassen.

Panik ist jedoch nicht angesagt. Denn eine solche Infektion ist nichts Bedrohliches, sollte aber behandelt werden: Spezielle Antipilzmittel (sogenannte Antimykotika) machen dem Candida-Pilz den Garaus; entsprechende Salben und Vaginalzäpfchen gibt es rezeptfrei in der Apotheke.

Wie wird die Infektion festgestellt?

Der Gang zum Frauenarzt: Meist verrät sich der Pilz unter dem Mikroskop. Deshalb macht der Gynäkologe einen Abstrich von den Scheidenwänden, den er sofort untersucht. Nicht immer ist Candida albicans mikroskopisch eindeutig nachweisbar – dann veranlasst der Arzt das Anlegen einer Pilzkultur; dies geschieht ebenfalls anhand des Abstriches. Die genauen Erreger können anhand der Kultur nach einigen Tagen identifiziert werden.

Die Selbstdiagnose: Gerade Frauen, die schon häufiger mit Candida albicans zu kämpfen hatten, vermuten bei erneut auftretenden Beschwerden sofort den Pilz als Ursache und wenden die Antimykotika eigenständig an. Häufig ist dies richtig, doch kommt es auch zu Fehleinschätzungen, das heißt: Es handelt sich um eine andere Infektion oder auch nur um unspezifische Symptome. Auch die Beschwerden sind ähnlich. In dem Fall sind die verwendeten Salben und Zäpfchen natürlich wirkungslos.

Neuerdings können Frauen mit einem Selbsttest herausfinden, ob Candida albicans tatsächlich die Ursache ihrer Beschwerden ist. Der Schnell-Test heißt CandiCheck®, ihn gibt es – selbstverständlich inklusive Beratung – in der Apotheke. Unbedingt einen Gynäkologen zu Rate ziehen sollten Frauen ...

  • wenn die oben genannten Beschwerden in der Schwangerschaft auftreten.
  • wenn der CandiCheck® -Test keine Candida-albicans-Infektion anzeigt.
  • wenn die Therapie mit Scheidenzäpfchen und -Cremes nicht wirkt.
  • wenn eine Infektion mit dem Pilz häufiger auftritt.
Informationen zum Thema Vaginalpilz und (Selbst-)Diagnostik sind zu finden unter: www.dgk.de/vaginalpilz


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