Kostenlose Hörtests für Neugeborene

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Kategorie: Gesundheit
Erstellung am: 11. January 2009 13:28 - 7399 Hits

Quelle:
openPR

(openPR) Seit dem 1. Januar 2009 können Eltern ihr Baby direkt nach der Geburt auf eine eventuelle Hörschädigung untersuchen lassen. Die Kosten des Hörtests werden von den Gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Darauf macht die BKK·VBU aufmerksam. „Ziel des Tests ist es, Hörschäden frühzeitig zu erkennen und die Babys vor Folgeschäden zu bewahren“, erklärt Astrid Salomon, Präventionsbeauftragte der BKK·VBU.

Pro Jahr kommen etwa zwei von tausend Neugeborenen mit bleibenden Hörstörungen zur Welt. Unbehandelt können sie zu Störungen der Hör- und Sprachentwicklung des Kindes führen und später sogar Folgen für die soziale, emotionale und berufsbezogene Entwicklung haben. Je früher ein Hörverlust erkannt wird, desto besser kann er behandelt werden. In der Vergangenheit wurden Hörbeeinträchtigungen bei Kindern durchschnittlich im Alter von 14 Monaten erkannt.

Die neue Vorsorgeleistung wird gleich in den ersten Lebenstagen des Kindes durchgeführt, möglichst vor der Entlassung aus der Geburtseinrichtung. Die Teilnahme am Hörscreening ist freiwillig, Eltern können zwischen zwei Verfahren wählen. Bei der Messung der otoakustischen Emissionen wird eine kleine Sonde im Ohr des Babys befestigt, die misst, ob die Schallwellen im Ohr korrekt aufgenommen werden. Bei der Hirnstammaudiometrie werden am Kopf des Kindes kleine Metallplättchen auf die Haut geklebt, mit deren Hilfe festgestellt werden kann, ob die Schallsignale richtig ins Gehirn übertragen werden. Die Eltern entscheiden, welches Verfahren angewandt werden soll. „Der Test ist schmerzfrei, dauert nicht länger als zwei Minuten und kann im Schlaf durchgeführt werden“, so Astrid Salomon.

Wird eine Hörschädigung festgestellt, kann sie in den meisten Fällen zwar nicht geheilt, aber so wirksam behandelt werden, dass eine weitgehend normale Entwicklung des Kindes zu erwarten ist. Meistens werden die betroffenen Kinder mit einem oder zwei Hörgeräten versorgt, in seltenen Fällen ist auch eine Operation des Mittelohrs oder eine elektronische Innenohr-Prothese nötig.


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