Das Schweriner Schloss - Wahrzeichen der alten Residenzstadt

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Kategorie: Reiseziele
Dieser Artikel wurde eingestellt von: Stadtmarketinggesellschaft Schwerin
Erstellung am: 28. March 2009 13:37 - 16753 Hits

Quelle:
Stadtmarketinggesellschaft Schwerin

Schweriner_SchlossDie ehemalige Residenz Schwerin nennt sich die "Stadt der Seen und Wälder". Geprägt ist die älteste Stadt Mecklenburgs jedoch gleichzeitig von einzigartigen Kulturdenkmälern. Das malerisch auf einer Insel im Schweriner See gelegene Schloss gilt hierbei als eines der bekanntesten Bauwerke Mecklenburgs und als das Wahrzeichen der Landeshauptstadt. Die Vielfalt des in Jahrhunderten gewachsenen Bauwerks bildet eine faszinierende Einheit von Architektur und Natur.


Das Schweriner Schloss.
Foto: Archiv Stadtmarketing

Die Chronik des Schlosses ist eng mit der mecklenburgischen Geschichte verknüpft. Das ehrwürdige Alter ist ihm heute kaum anzusehen. Die Entstehung des Schweriner Schlosses reicht in Zeiten zurück, von denen heute kein Baustein mehr spricht. Bereits im 10. Jahrhundert beschrieb der arabische Weltreisende Ibrahim ibn Jacub eine Hauptburg der Obotritenfürsten, die sich auf der heutigen Schweriner Schlossinsel lokalisieren lässt. Aus dem Jahre 1018 ist eine Aufzeichnung der damaligen Burg überliefert. Im Gründungsjahr Schwerins 1160 wird die obotritische Burg Zuarin von ihren slawischen Verteidigern völlig zerstört und verlassen. Die deutschen Eroberer unter Heinrich dem Löwen bauten die Burg wieder auf.

Im 14. Jahrhundert verlegen die Herzöge von Mecklenburg ihre Residenz von Wismar auf die Schweriner Burginsel. Seitdem erfolgten phasenweise viele An- und Umbauten, wie z. B. die bekannte Schlosskapelle (1560-63).

Angeregt durch Schlösser in England und Frankreich ließ Friedrich Franz II., zurückgekehrt von Ludwigslust nach Schwerin, das Schloss völlig umgestalten. Als Vorbild diente Hofbaumeister Georg Adolph Demmler, ein Schüler Schinkels, vor allem das Renaissanceschloss Chambord an der Loire. In Zusammenarbeit mit dem Dresdner Architekten Gottfried Semper leitete Demmler von 1843 bis 1851 den Umbau. Baumeister Stüler vollendete ihn später 1857 mit einer feierlichen Einweihung. 1913 vernichtete ein Großbrand etwa ein Drittel des Schlosses - vor allem am Burgseeflügel - wozu auch der damals schönste Raum, der "Goldene Saal", zählte.


Burggarten mit Orangerie am Schweriner Schloss.
Foto: J. Lehmann / Landeshauptstadt Schwerin

Am 14. November 1918 dankte Großherzog zu Mecklenburg Friedrich Franz IV. ab. Das Schloss kam in Staatsbesitz. Seitdem hatten die historischen Räume unterschiedlichste Funktionen. Ab 1921 eröffnete im ehemaligen Residenzschloss das Landesmuseum. Ermöglicht wurde dies durch 2.240 Leihgaben des Großherzogs. Genutzt wurde das Schloss später u. a. auch als Lager, Lazarett und als Pädagogische Hochschule. Nach 1945 wurden wertvolle Bestände entwendet. Heute befindet sich im Schloss das historische Museum sowie Räumlichkeiten für eine anspruchsvolle Gastronomie. Seit 1990 hat der Landtag des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern seinen Sitz in dem weitläufigen Bauwerk.

Ein Gartenportal bildet den Eingang zum Schlossmuseum. Von hier aus gelangt der Besucher in die früheren großherzoglichen Kinderzimmer, wo heute die außerordentlich reizvolle Porzellansammlung des Hauses ausgestellt ist. Eine rote Marmortreppe führt den Besucher vorbei an einem gemütlichen Schlosscafé in die Beletage, die einstigen Gesellschaftsräume. Hier können unter anderem die restaurierten Räume des Schlossmuseums wie z. B. die Silvestergalerie, die Rote Audienz, das Teezimmer, das Blumenzimmer, der Thronsaal oder die interessante Ahnengalerie besichtigt werden. Anfang Juli 2001 eröffnete auch die komplett restaurierte Orangerie wieder. In der herrlichen Gartenanlage auf der Seeseite des Schlosses lohnt sich ein Spaziergang.

Im Falle, dass die Besucher von nah und fern ihm nicht leibhaftig begegnen, kann beim Rundgang durch das Schlossmuseum im Säulenzimmer zumindest seine Darstellung inspiziert werden: die Rede ist vom sagenumwobenen Schlossgeist "Petermännchen". In der Literatur ist erstmals 1756 erwähnt. Seitdem sind vielfältige Sagen und Erzählungen über seine Streiche überliefert.

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