Kita-Streik – Nicht einfach zuhause bleiben

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Kategorie: Recht
Dieser Artikel wurde eingestellt von: SF
Erstellung am: 20. May 2009 11:49 - 9145 Hits

Quelle:
ARAG PM

paragrafSeit Freitag vorletzter Woche streiken 12.000 Beschäftigte von mehreren Hundert Kindertagesstätten und Jugendeinrichtungen.  Worauf Ihr achten solltet, wenn die Kinderbetreuung nicht mehr stattfindet, erläutern ARAG Experten. Da in den nächsten Tagen die Aktionen ausgeweitet werden sollen, stellen diese Streiks viele Eltern vor eine große Herausforderung. Was ist, wenn der eigene Job nicht gemacht werden kann, weil andere streiken? Diese Frage stellen sich zur Zeit viele berufstätige Eltern, die auf die Betreuung ihrer Kleinen in Kindertagesstätten angewiesen sind.

(Foto: © geralt/ PIXELIO)

Das Wichtigste zuerst

Wer wegen des Ausfalls der Kinderbetreuung nur verspätet oder gar nicht zur Arbeit kommen kann, sollte unbedingt so früh wie möglich den Chef unterrichten. ARAG Experten warnen davor, einfach unentschuldigt dem Arbeitsplatz fernzubleiben; das kann negative Folgen haben. Es kommt unter Umständen sogar eine Abmahnung in Betracht.

Urlaubstag einlegen

Die einfachste Lösung ist wie so oft die beste: Nach Ansicht der Experten sollte man, wenn die Kita geschlossen bleibt, einen Urlaubstag beantragen. So lässt sich für die nächsten Tage eine alternative Kinderbetreuung organisieren. Das funktioniert natürlich auch nur, wenn die innerbetrieblichen Umstände es zulassen. Auch hier gilt: Auf keinen Fall eigenmächtig handeln und einfach fern bleiben. Eine Abwägung der Interessen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer kann zu bezahltem oder unbezahltem Urlaub führen.

Im Streitfall Kündigung?

Im Streitfall ist eine Kündigung i.d.R. nicht möglich, wenn der Arbeitnehmer nachweist, dass er sich um eine andere Unterbringung des Kindes gekümmert hat und dies nicht machbar war. Die beste Lösung ist allerdings, sich mit dem Arbeitgeber einvernehmlich zu einigen, wie in dieser konkreten Situation vorgegangen werden kann.


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