Hörst Du mich?

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Kategorie: Gesundheit
Dieser Artikel wurde eingestellt von: jb
Erstellung am: 02. October 2009 12:50 - 10340 Hits

kinderohr„Oh Oma, warum hast Du so große Ohren?“ fragte schon Rotkäppchen. Das Ohr spielt also bereits  in dem bekannten Märchen der Gebrüder Grimm eine Rolle, wenn auch nur eine winzige. In unserem Leben hingegen spielt das Ohr eine große Rolle – es schenkt uns die Fähigkeit zum Hören. Angefangen vom Vogelgezwitscher am Morgen, über das Kindergeplauder bis hin zur Musik. Aber, unser Gehör kriegt es auch faustdick auf die Ohren, denn nicht immer sind die Geräusche angenehm bzw. in einer verträglichen Lautstärke – und so müssen Ohren lautstarkes Kindergeschrei genauso aushalten, wie Baustellenlärm und überlaute Musik.

Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Ohren sind immer im Einsatz – und das gilt auch schon für die kleinen Kinderohren. Allerdings werden Ohren gern vernachlässigt oder falsch behandelt. Tipps für die richtige Pflege der kleinen Kinderohren hat adeba.de für Dich.

Ohrenschmalz

Ohrenschmalz (medizinisch Cerumen) ist ein Gemisch aus Talg und Sekreten. Allerdings musst Du wissen, dass unsere Ohren über einen tollen Selbstreinigungs-Mechanismus verfügen, das heißt sie kümmern sich in der Regel selbst um anfallenden Schmutz und transportieren den nach außen. Das heißt in der Regel ist ein extra Säubern der Ohren nicht erforderlich. Etwas anderes gilt, wenn die Ohren so „verstopft“ sind, dass das Hören beeinträchtigt wird. Dann ist der Griff zum kleinen Wattestäbchen sehr verlockend – aber Vorsicht. Zu weit reingeschoben, kann das Wattestäbchen auf das Trommelfell stoßen bzw. den Propfen bis zum Trommelfell zurück schieben und das kann zu Ohrenschmerzen und Hörminderung führen. Im schlimmsten Fall sind Trommelfellverletzungen möglich. Sind die Ohren verstopft, dann ist der Gang zum Hals-Nasen-Ohren Arzt der richtige Weg. Er kann den Ohrenschmalz problemlos entfernen, zum Beispiel durch eine Spülung oder durch Absaugen.

Pflege & Reinigung

Kinderohren sind recht einfach zu säubern und Wattestäbchen sind dafür nicht nötig. Mit einem Waschlappen, warmen Wasser und eventuell hautfreundlicher Seife kannst Du die Ohren Deines Kindes waschen. Aber vorsichtig und sanft, meist ist ein leichtes Abtupfen von Ohrmuschel und dem vorderen Gehörgang ausreichend. Nach dem Baden und Duschen müssen die Kinderohren immer schnell und gut abgetrocknet werden. Denn nasse Ohren sind besonders gegen Kälte und Keime empfindlich. Wasser im Ohr weicht die Haut auf und wäscht die wichtige Fettschicht (Ohrenschmalz) im Ohr weg. Krankheitserreger können so leichter eindringen und in der warm feuchten Umgebung so richtig gedeihen – Folge eine schmerzhafte Ohr-Entzündungen.

Zugluft & Kälte

Vorsicht vor Zugluft bzw. vor kalter Luft -beides ist Gift für die Ohren. Deshalb kleide Dein Kind dem Wetter entsprechend und das heißt bei Wind und Kälte unbedingt Mütze auf und Schal um. Auch solltest Du darauf achten, dass Dein Kind nie Zugluft ausgesetzt ist.

Wasser im Ohr

Nach einem lebhaften Besuch im Schwimmbad hat Dein Schatz Wasser im Ohr. Kein Problem, das Ohr bekommst Du recht schnell wieder frei. Einmal kannst Du das Ohr leicht nach oben und unten ziehen, so wird der Gehörgang gerade und wenn Du dann den Kopf des Kindes leicht zur Seite neigst, kann das Wasser in der Regel problemlos  ablaufen.

Krach

Für Kinderohren sind neben Dauerlärm auch kurze und sehr laute Knalle gefährlich. Deshalb solltest Du darauf achten, dass Dein Kind  nie oder auf jeden Fall nicht dauerhaft mit lautem Spielzeug spielt. Zum Beispiel eine dicht am Ohr abgefeuerte Zündplättchen-Spielzeugpistole hat etwa eine ähnliche Lautstärke wie ein Gewehr der Bundeswehr. Auch Spielzeughandys sind in der Regel zu laut und schädigen Kinderohren auf Dauer. Also, am besten und sichersten, wo immer es geht Lärm vermeiden. Auch beim Fernsehen oder Abspielen von Musik bzw. Kinderkassetten achte darauf, dass die Lautstärke im Rahmen liegt.


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